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Herr Frank Kaltenbacher

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Telefax: 07728 648 51

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Adresse:
Villinger Straße 10
78078 Niedereschach

Geburt

Mit dem Eintrag im Geburtenbuch kann die Geburt eines Menschen im Rechtsverkehr nachgewiesen werden. Jede Geburt ist daher innerhalb einer Woche bei dem Standesamt, in dessen Bezirk das Kind geboren wurde, anzuzeigen. Bei der Geburt in einem Krankenhaus ist der Leiter bzw. der Bevollmächtigte der Einrichtung verpflichtet, die Geburt schriftlich anzuzeigen. Bei allen anderen Geburten ist eine mündliche Anzeige beim zuständigen Standesamt vorgeschrieben. Zu dieser Anzeige verpflichtet sind in nachstehender Reihenfolge:

  •    der Vater des Kindes, wenn er Mitinhaber der elterlichen Sorge ist
  •    die Hebamme, die bei der Geburt zugegen war
  •    der Arzt, der bei der Geburt zugegen war
  •    jede andere Person, die dabei zugegen war oder von der Geburt aus eigenem
  •    Wissen unterrichtet ist
  •    die Mutter, sobald sie zu der Anzeige imstande ist


Die Anzeige ist gebührenfrei.

Folgende Unterlagen werden für die Anzeige benötigt:

  •    Nachweis zur Person des Anzeigenden (Ausweis oder Pass)
  •    Urkunden, die den Familienstand der Mutter/der Eltern des Kindes belegen können: Sind die Eltern des Kindes miteinander verheiratet, eine Eheurkunde oder eine beglaubigte Abschrift des Eheregisters, ggf. Scheidungsurteil. Sind die Eltern des Kindes nicht miteinander verheiratet, so ist
    die Abstammungsurkunde der Mutter vorzulegen, ggf. Vaterschaftsanerkennung, Nachweis über die elterliche Sorge (Sorgerechtserklärung).
  •    Bei einer Hausgeburt ist außerdem eine Bescheinigung des Arztes oder der Hebamme, die bei der Geburt zugegen war, vorzulegen. Die Bescheinigung soll Angaben über den Zeitpunkt der Geburt, über das Geschlecht, das Körpergewicht und die Körperlänge des Kindes sowie über Namen und Wohnung der Eltern enthalten.

Namensführung des Kindes:
Am 1. Juli 1998 sind die Neuregelungen des Gesetzes zur Reform des Kindschaftsrechts in Kraft getreten. Namensrechtliche Fragen knüpfen nicht mehr an eheliche oder nichteheliche Abstammung des Kindes an. Berücksichtigung findet dagegen die Möglichkeit einer gemeinsamen Sorge auch bei Eltern, die nicht miteinander
verheiratet sind.


Die Eltern sind miteinander verheiratet:

  •    Führen die Eltern im Zeitpunkt der Geburt des Kindes einen gemeinsamen Familiennamen (Ehenamen), so erhält auch ihr Kind diesen Namen.
  •    Führen sie keinen Ehenamen, so entscheiden sie gemeinsam, ob das Kind den Familiennamen der Mutter oder des Vaters erhalten soll. Diese Bestimmung gilt auch für ihre weiteren Kinder. Ein aus den Familiennamen beider Elternteile zusammengesetzter Doppelname kann nicht gebildet werden.
  •    Können sich die Eltern nicht einigen, so überträgt das Familiengericht die Entscheidung einem der beiden Elternteile.


Die Eltern sind nicht miteinander verheiratet:

  •    Hat die Mutter die alleinige elterliche Sorge für das Kind, erhält es
    den Familiennamen, den die Mutter zur Zeit der Geburt führt.
    Die Mutter kann jedoch dem Kind den Familiennamen des nicht sorgeberechtigten Vaters (mit dessen Einwilligung) erteilen.
  •    Steht den Eltern die Sorge für das Kind gemeinsam zu, müssen sie gemeinsam entscheiden, ob das Kind den Familiennamen der Mutter oder des Vaters als Geburtsnamen erhalten soll. Diese Bestimmung gilt auch für weitere gemeinsame Kinder. Die Namensbestimmung muss innerhalb eines Monats nach der Geburt getroffen werden. Nach Ablauf dieser Frist überträgt das Familiengericht das Bestimmungsrecht einem Elternteil.

Hat das Kind bei der Beurkundung der Geburt als Geburtsnamen den Familiennamen der allein sorgeberechtigten Mutter erhalten und heiraten die Eltern später (und damit gemeinsame Sorge kraft Gesetzes) oder begründen sie die gemeinsame Sorge durch Erklärung beim Jugendamt, so können die Eltern binnen 3 Monaten den Geburtsnamen des Kindes neu bestimmen.